Fleisch richtig aufbewahren

Fleisch ist ein leicht verderbliches Lebensmittel. Deswegen gehört es nach dem Einkauf sofort in den Kühlschrank. Dafür erst das Fleisch aus der Verpackung nehmen und auf einen Teller oder in eine Schüssel legen. Anschließend mit Klarsichtfolie geruchsdicht abdecken. Auch eine Kunststoffschüssel mit Deckel eignet sich gut zum Aufbewahren. Im Kühlschrank sollte Fleisch an der kältesten Stelle lagern also in der Nähe des Verdampfers. Bei 04 °C hält sich Rindfleisch drei bis vier Tage. Kalbfleisch und Schweinefleisch sollte innerhalb von zwei bis drei Tagen zubereitet werden.

Hackfleisch ist empfindlich

Hackfleisch ist besonders empfindlich gegenüber Verderb und bietet Keimen auf Grund der großen Oberfläche einen idealen Nährboden. Hier gilt: sofort in den Kühlschrank damit und außerdem am selben Tag noch durcherhitzen (Anbraten genügt nicht). Auch frische Bratwürste, Geschnetzeltes und andere kleinteilige Fleischzubereitungen (z. B. Pfannengyros) nicht auf Vorrat kaufen (und wenn, dann ab damit in die Tiefkühltruhe), sondern spätestens am Tag nach dem Einkauf zubereiten.


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Es geht um die Wurst

Brüh- und Rohwurstaufschnitt sowie angebrochene Gläser mit Kochwurst gehören auch in den Kühlschrank und müssen spätestens nach fünf Tagen verzehrt werden. Ganze Rohwürste wie Salami oder Schwarzwälder Schinken am Stück lassen sich auch außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Sie sollten luftig und kühl (10 - 16 °C) gelagert werden. Beim Wursteinkauf also lieber häufiger kleine Mengen einkaufen als den Verderb zu riskieren. Für Einmaldie-Woche-Einkäufer bieten sich vakuumverpackte Wurstwaren an, die meist länger haltbar sind (Mindesthaltbarkeitsdatum beachten!) an.


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Über den Autor:

Fleischermeister Dirk Ludwig aus Schlüchtern

Dirk Ludwig ist Fleischermeister und Experte für Fleischverdelung

Aufgewachsen ist Dirk Ludwig im osthessischen Luftkurort Schlüchtern(*1974), wo er schon früh die Leidenschaft für das Unternehmertum für sich entdeckte. In seiner Jugend begann er damit erste kleine Geschäfte zu machen und vor allem Dinge zu organisieren und zu strukturieren. Dem Juniorenverband des Deutschen Fleischerhandwerks e.V. stand er jahrelang als Vorstandsmitglied und Vorsitzender vor.

Von der Bergwinkelstadt Schlüchtern ging es in den Vogelsberg zur Berufsausbildung als Fleischer nach Schlitz. Daran schloss sich die Ausbildung zum Fleischermeister und Betriebswirt des Handwerks an. Danach folgte in Nürnberg die Ausbildung zum REFA-Experten. Im Jahr 2016 gehörte Dirk Ludwig als Teilnehmer zum ersten Deutschen Lehrgang zum Fleischsommelier in Augsburg. Inzwischen lehrt Dirk Ludwig selbst an der Fachschule des Bayrischen Metzgerhandwerks in der Fuggerstadt.

Seit 2006 ist Dirk Ludwig als Fleischermeister selbständig und führt den elterlichen Betrieb in vierter Generation. Seine Expertise besteht vor allen im Sektor der Steaks, der Fleischveredelung sowie des Grillens und Barbeque. Als Weltrekordhalter im grammgenauen Wurstabschneiden kommen jedoch auch die anderen Berufsfelder nicht zu kurz.