Spareribs zubereiten mit Grill, Backofen oder Dampfgarer?

So bereitest Du Deine Spareribs zu

Spareribs gehören zu den absoluten Highlights des BBQ. Stundenlang im Smoker gepflegt und geräuchert schmecken sie saftig zart und besitzen ein unverwechselbares Aroma. Aber Moment mal: Was ist, wenn Sie keinen Smoker besitzen? Bedeutet das, dass Sie Spareribs nur im Restaurant genießen und keine hausgemachten Rippchen selber machen können? Keineswegs. Zwar sind Smoker oder Grill durchaus die populärsten Zubereitungshilfen, jedoch lassen sich die leckeren Baby Back Ribs auf viele Arten zubereiten. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen alle Möglichkeiten vor und verraten, worauf Sie dabei achten sollten.

Hier gehts zum Spareribs-Klassiker vom Schwein, hier gibts mehr Infos zum Trend-Cut Beef Rib, und hier lernen Sie eine ganz neue Seite vom Kalb kennen.

Spareribs über dem Feuer grillen

Schaut man sich die eigentliche Definition von BBQ an, besagt diese: Barbecue ist alles, was über echtem Feuer gegrillt und geräuchert wird. In Abwandlung dazu zählen natürlich auch alle Formen von Grills zum klassischen BBQ, auch wenn viele von Ihnen (absichtlich) mit indirekter Hitze und Grillkohle arbeiten. Dennoch unterscheiden sie sich in ihren Eigenschaften und auch in Zusammenhang mit der Spareribs Zubereitung.

Spareribs im Smoker

Die bekannteste Variante Spareribs zuzubereiten ist im Smoker. Dieser weist einige einzigartige Eigenschaften auf. Ein Smoker ist ein Grillgerät, dass aus einer Hauptkammer, einer Nebenkammer und einem Rauchturm besteht. In der Nebenkammer lagert die Grillkohle. Oftmals werden hier auch sogenannte Räucher-Chunks (eine Art Holz-Chips) hinzugegeben, um für eine besondere Rauchentwicklung zu sorgen.

Spareribs werden auf dem Smoker zubereitet

Klassische, auf dem Smoker zubereitete, Spareribs St. Louis Style

Die Wärme und der Rauch der Nebenkammer gelangen dann durch eine Luke in die Hauptkammer. Hier lagern die Spareribs und werden langsam gleichmäßig von der indirekten Hitze und dem Raucharoma umgeben. Dieser stromlinienförmige Verlauf wird durch den Rauchturm gewährleistet. Dieser besitzt oben eine Öffnung und zieht Hitze und Rauch gleichmäßig aus der Hauptkammer. So wird Ihnen dieser auch nicht ins Gesicht gepustet, wenn Sie eine der Kammern öffnen.

Die Vorteile des Smokers liegen auf der Hand. Die Rippchen werden einerseits nur indirekt gegrillt. Andererseits werden sie gleichmäßig von der Hitze umgeben. Das verhindert, dass bestimmte Stellen verbrennen oder trocken werden. Nachteile eines Smokers ist der relativ hohe Preis, verglichen mit den relativ geringen Einsatzmöglichkeiten. Zwar können Sie so ziemlich jedes gute Stück Fleisch in Ihrem Smoker räuchern. Um jedoch etwas bei hohen Temperaturen wortwörtlich zu grillen, eignet er sich nicht. Gerade bei Steaks mit hohem Fettanteil wie dem Ribeye braucht es direkte Hitze, um das Fett zu schmelzen und das Steak kross werden zu lassen.

Spareribs auf dem Holzkohlegrill

Dem Smoker am nächsten kommt der klassische Holzkohlegrill. Der in Deutschland durch seine charakteristische Form auch unter dem Namen Kugelgrill bekannte Grill verwendet wie der Smoker Holzkohle Briketts. Er zählt zum beliebtesten Garten Inventar vieler Hobby-Griller. Die einzigartige Eigenschaft des Kugelgrills besteht in seiner runden Form. So wird die Wärme gleichmäßig verteilt und umgibt die Spareribs.

Ein Nachteil gegenüber dem Smoker besteht darin, dass die Hitze im Kugelgrill zunächst nicht indirekt zum Fleisch geleitet wird, sondern direkt unter den Rippchen sitzt. In unserem Beitrag zur perfekten Zubereitung von Spareribs haben wir hierfür allerdings einen Tipp verraten. Wenn Sie in die Mitte des Kohlegitters eine feuerfeste Wasserschale stellen, schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits werden die Baby Back Ribs so nur indirekt von der Hitze umgeben. Andererseits sorgt das Wasser für eine hohe Luftfeuchtigkeit im Grill und verringert das Risiko trockener Spareribs.

Spareribs vom Gasgrill

Wer es unkompliziert mag, tendiert zum Gasgrill. Dieser lässt sich einfach bedienen, auf Knopfdruck sind die Flammen da. Das hat neben der Zeitersparnis bei der Vorbereitung den Vorteil, dass Sie Ihre Spareribs immer wieder sehr konstant zubereiten können. Hier müssen Sie nicht abhängig von der Art und Weise, wie die Kohlen abbrennen, die richtige Temperatur finden. Für Spareribs eignet sich der Gasgrill nur bedingt, da es hier meist sehr schwer ist, die Rippchen nur indirekt zu garen. Mit ein paar Tipps gelingt dies aber auch und führt zu hervorragenden Ergebnissen.
Für die indirekte Hitze besorgen Sie sich im Optimalfall eine Ofenschale mit Edelstahlrost und einen Edelstahl Mehrzweckhalter (bspw. für Topfdeckel). So können Sie die Spareribs ähnlich wie Servietten aufrecht zwischen die Halter legen und räuchern. Für die extra Rauchentwicklung legen Sie die Räucherchunks einfach in etwas Alufolie mit ein paar Löchern direkt über die Flammen des Grills.

Spareribs auf dem Keramikgrill

Eine spannende Alternative zum Smoker und den klassischen Grills bieten Keramikgrills. Diese meist eierförmigen Grills stellen eine ganz neue Art des Grillens dar. Durch die sehr starke Keramik-Außenwand eignen sich die Grills besonders gut, um Wärme zu speichern. Gerade bei den beiden BBQ Geschwistern von Spareribs, dem Beef Brisket und dem Pulled Pork beansprucht die Zubereitung oft einen halben Tag und mehr. Für den Keramik Grill ist das kein Problem. Einmal auf Temperatur gebracht und richtig eingestellt, hält er 130°C gut und gerne 10 bis 15 Stunden. Auch wenn Sie diese bei der 3-2-1 Methode für Spareribs nicht komplett brauchen, erleichtert er Ihnen dennoch hier die Zubereitung.

Spareribs schnell zubereiten? Mit Vorkochen geht's

Für viele Hobby- und Gelegenheitsgriller ist der Aufwand über sechs und mehr Stunden zu hoch. Deshalb suchen sie oft nach Alternativen, Spareribs schneller zuzubereiten. Eine grundlegende Möglichkeit besteht darin, die Spareribs erst vorzukochen und dann nur "kurz" zu grillen oder zu schmoren. Für diese Variante entfernen Sie zunächst nur die Silberhaut der Rippchen und kochen sie ca. 30 Min einfach in Wasser vor. So verhindern sie, dass die Spareribs später trocken werden.

Um sie nach dem Vorkochen fertig zu grillen, eignen sich einige Geräte. Natürlich können Sie einen normalen Holzkohle- oder Gasgrill nehmen und die Temperatur entsprechend erhöhen. Eine andere Möglichkeit besteht im Kontakt- bzw. Optigrill. Dieser Elektrogrill brät die Rippchen eher, als dass er sie grillt und kommt also einer geriffelten Pfanne gleich. Sie können die Spareribs natürlich auch in der Pfanne fertig braten und lasieren.

Spareribs Sous-Vide vorkochen

Eine ähnliche, wenn auch nicht wirklich zeitsparende Zubereitungsvariante liegt im Sous-Vide garen. Hierbei wird das gleiche Prinzip wie beim gewöhnlichen Vorkochen angewendet. Allerdings sind die Spareribs dabei vakuumverpackt. Außerdem werden sie nicht wirklich gekocht, sondern bei Niedrigtemperaturen um die 75°C, 80°C oder 85°C Grad für 6 bis 8 Stunden vorgegart. So sparen Sie zwar insgesamt keine Zeit in der Zubereitung, allerdings können Sie die Spareribs in der Sous-Vide Phase unbeaufsichtigt vorher garen lassen. So können Sie die Zeit frei nutzen und kurz vor dem geplanten Festmahl mit dem Grillen der Rippchen beginnen.

Spareribs im Dampfgarer

Eine schonende Alternative zum Niedertemperatur Garen ist die Zubereitung im Dampfgarer. Im Grunde ist es auch hier eine vergleichbare Zubereitung zum Vorkochern. Durch das Niedergaren mit Wasserdampf können Sie die Ribs anschließend relativ zügig knusprig grillen und lasieren, und so die 3 Stunden Räuchern und 2 Stunden Dämpfen Phasen überspringen bzw. durch den Dampfgarprozess ersetzen. Oft reichen hier ca. 1,5 Std. bei 160°C aus, um die Rippchen entsprechend zart zu bekommen. Auch hier gilt im Anschluss: Glasieren und knusprig grillen oder braten.

Spareribs im Backofen

Gerade im Winter hat nicht jeder Lust sich draußen in die Kälte zu stellen und stundenlang Spareribs zu grillen. Die Kälte ist dabei nicht nur unangenehm für den Koch, sondern bereitet auch bei der Zubereitung Schwierigkeiten. Es ist deutlich schwieriger, einen Grill konstant auf einer Temperatur zu halten, wenn draußen Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen. Nicht zuletzt deshalb präferieren viele Hobby-Köche auch die Zubereitung im Backofen.

US Shortribs von DER LUDWIG werden im Ofen zubereitet

US Shortribs zubereitet im Backofen/Dampfgarer

Das Grundrezept der 3-2-1 Methode, wie in unserem Beitrag zur Spareribs Zubereitung beschrieben, bleibt dabei bestehen. Drei Stunden schmoren, zwei Stunden in Alufolie dämpfen und nochmal eine Stunde grillen und lasieren. Wichtig ist hierbei nur, dass die Feuchtigkeit im Ofen wie beim Grill gewährleistet sein sollte. Am besten stellen Sie auch hierzu eine Wasserschale unter den Rost mit den Spareribs. Um der indirekten Hitze von Smoker oder Kugelgrill nahe zu kommen, eignet sich die Umluft-Einstellung gut. Die Grillfunktion kann aber am Ende der Zubereitung auch von Interesse sein, wenn Sie beim Glasieren noch einmal eine etwas schönere Kruste auf den Rippchen erreichen wollen.

Spareribs im Römertopf

Wer die Spareribs im Römertopf zubereiten möchte, verfährt ähnlich wie beim Vorkochen. Die Ribs werden zunächst pariert und anschließend halbiert. Mit Ausreichend Wasser und den gewünschten Gewürzen kochen sie dann bei geschlossenem Deckel für 1,5 Stunden (180 Grad Umluft) vor. Danach garen sie für 20 Minuten ohne Wasser mit geschlossenem Deckel und werden zum Schluss 30 Minuten bei offenem Deckel gegrillt und regelmäßig gewendet. Somit stellt der Römertopf eine Art Hybrid zwischen dem Backofen und dem Grill und eine einzigartige Zubereitungsart der Ribs dar.

Spareribs im Dutch Oven

Der Dutch Oven ist das Outdoor-Pendant zum Römertopf. Sie unterscheiden sich natürlich im Material: der Dutch Oven besteht aus Gusseisen, der Römertopf aus Ton. Vor allem aber unterscheiden sie sich darin, dass der Römertopf meist in den Backofen gestellt wird, während der Dutch Oven direkt über offenes Feuer gestellt werden kann. Er besitzt drei Beine und gibt dem Feuer so genug Platz, sich unter dem Topf zu entfachen. So eignet sich der Dutch Oven für ein echtes BBQ Feeling.

Für die Zubereitung im Dutch Oven werden Die Rippchen zunächst mit Gewürzen und Saucen-Zutaten rund eine Stunde im Oven mit geschlossenem Deckel gegart. In der Regel reicht dieser Zeitabstand schon aus, um die Rippchen zart werden zu lassen - falls nicht, prüfen Sie die Konsistenz der Rippchen im 15 Minuten-Takt. Sind die Baby Back Ribs fertig, holen Sie diese aus dem Topf, lassen die Sauce noch etwas reduzieren und braten die Ribs noch einmal auf dem umgedrehten Deckel einfach direkt auf den Kohlen knusprig an.

Fazit: Spareribs lassen sich mit vielen Geräten zubereiten!

• Klassisch bereiten Sie Spareribs auf dem Grill zu
• Grills unterscheiden sich meist in der Art der Hitzeentwicklung
• Durch zusätzliche Räucherchunks garantieren sie ein einmaliges Smoke Aroma
Spareribs im Backofen sind eine echte Alternative für den Winter
• Wer Zeit sparen möchte, gart die Rippchen in kochendem Wasser oder mit Wasserdampf vor
• Der Ludwig hält die perfekt passenden Spareribs für Ihr Projekt jederzeit bereit!

Rezepte: Spareribs


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Über den Autor:

Fleischermeister Dirk Ludwig aus Schlüchtern

Dirk Ludwig ist Fleischermeister und Experte für Fleischverdelung

Aufgewachsen ist Dirk Ludwig im osthessischen Luftkurort Schlüchtern(*1974), wo er schon früh die Leidenschaft für das Unternehmertum für sich entdeckte. Von der Bergwinkelstadt Schlüchtern ging es in den Vogelsberg zur Berufsausbildung als Fleischer nach Schlitz. Daran schloss sich die Ausbildung zum Fleischermeister und Betriebswirt des Handwerks an. Danach folgte in Nürnberg die Ausbildung zum REFA-Experten. Im Jahr 2016 gehörte Dirk Ludwig als Teilnehmer zum ersten Deutschen Lehrgang zum Fleischsommelier in Augsburg. Inzwischen lehrt Dirk Ludwig selbst an der Fachschule des Bayrischen Metzgerhandwerks in der Fuggerstadt.

 

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