Für Furore auf dem festlichen Speiseplan sorgt weiterhin der Braten. Allerdings schrecken viele Kunden vor seiner Zubereitung zurück. Mit einigen Tipps kann das Fleischerfachgeschäft dazu beitragen, dass der Weihnachtsfrieden nicht durch ein misslungenes Essen gefährdet wird. Essentiell ist natürlich die Wahl des Fleisches. Außerdem ist es wichtig, das Fleisch rechtzeitig vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank zu nehmen. Dann ist der Temperaturunterschied nicht zu groß, und das Fleisch behält seine Saftigkeit. Bei Rindfleisch ist es wichtig, dass es gut abgehangen ist, denn dann ist es besonders zart. Für einen Schweinebraten eignet sich ein Stück Hüfte hervorragend. Bei Lamm werden Bratenstücke aus der Keule geschnitten. Auch Lammrücken eignet sich gut für einen festlichen Braten. Pro Person rechnet man etwa 250 bis 300 Gramm rohes Fleisch ohne Knochen.

Damit das Bratenstück zart ist, muss möglichst viel Saft im Fleisch bleiben. Der Braten sollte deshalb zuerst in heißem Fett oder Öl angebraten werden. So bekommt er eine delikate Kruste, die überdies verhindert, dass der Saft austritt. Bei einem Schmorbraten wird nach dem Anbraten etwas Flüssigkeit zugegeben. Dann wird er in den vorgeheizten Backofen geschoben. Man kann das vorbereitete, gewürzte Bratgut auch ohne Anbraten in die Fettpfanne oder auf den Rost legen. Das bietet sich besonders großen Bratenstücken an. Während des Garens wird der Braten immer wieder mit der zugegebenen Flüssigkeit oder dem austretenden Fleischsaft übergossen.

Wann das Fleisch gar ist, hängt von der Größe des Bratens und von der Backofentemperatur ab. Wird der Braten auf die konventionelle Art bei etwa 180 Grad zubereitet, benötigt er zwischen ein bis drei Stunden Garzeit. Gen Garzustand prüfen die Kunden am  besten mit einem Bratenthermometer. Bevor der Braten aufgeschnitten wird, lässt man ihn noch ein paar Minuten in Alufolie gewickelt oder im ausgeschalteten Backofen ruhen, dadurch verteilen sich die Fleischsäfte.

Professionelle Köche setzen auf das sanfte Garen mit Niedrigtemperatur. Diese Methode eignet sich auch für den Privathaushalt. Ein Vorteil besteht darin, dass man nicht präzise auf den Punkt garen muss. Die Zeitspanne, in der das Fleisch zart ist, dauert viel länger. Je nach Rezeptempfehlung beträgt die Ofentemperatur zwischen 80 und 120 Grad. Je nach Dicke und Größe des Fleischstücks benötigt es zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden, bis es gar ist.