Am 11. November (Martinstag) kommt traditionell ein Gänsebraten auf den Tisch. Ob gefüllter Gänsebraten oder nicht, klassischer Gänsebraten mit Klößen und Rotkraut oder ein exotisches Gänsebratenrezept: Eine Martinsgans ist keinesfalls altbacken, sondern gerade in diesem Jahr aktuell wie nie. Aber warum Gänsebraten an St. Martin? Zum Martinsgansbrauch gibt es zwei Versionen:

Im Jahr 371 wurde Mönch Martin zum Bischof von Tours ernannt. Martin wollte aber kein Bischof werden und in einem edlen, prunkvollen Bischofspalast wohnen (ja, so etwas soll es tatsächlich gegeben haben…). Als die Abordnung von Tours kam um Martin zu holen, floh dieser in einen Gänsestall um sich zu verstecken. Jedoch verriet ihn das Geschnatter der Gänse und Martin wurde schließlich Bischof von Tours - jedoch ohne in einem Bischofspalast zu wohnen. Stattdessen lebte er weiterhin in ganz einfachen Verhältnissen und war knapp 30 Jahre ein guter und sehr geschätzter Bischof. Nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen und der 11. November zum Tag des Heiligen St. Martin. Der Brauch, am Martinstag einen Gänsebraten zu machen, könnte daher kommen, dass Martin so böse wegen des Verrats durch die Gänse war, dass er anordnete, alle Gänse zu schlachten. Oder aber, dass die Menschen seitdem jährlich eine Gans schlachten, um dem guten und barmherzigen Martin zu gedenken, der nur durch die Gänse zum Bischof wurde.

Andererseits beginnt am 11. November auch die 40 tägige Fastenzeit vor Weihnachten, in der Schlemmereien wie Gänsebraten verboten sind. Die Martinsgans ist somit die letzte Gelegenheit für ein Festmahl vor Weihnachten. Außerdem waren am 11.11. früher die bäuerlichen Pachtzahlungen fällig. Diese wurden im Mittelalter meist in Naturalien bezahlt, besonders oft mit Gänsen. Da im Winter auf Hof und Feld nicht mehr viel Arbeit war, entließen viele Bauern ihre Mägde und Knechte zu dieser Zeit und gaben in der Regel als Abschiedsgeschenk eine Gans mit.

Martins- oder Weihnachtsgans ein Festessen für die ganze Familie

 

Aber aus welchem Grund und mit welchen Gedanken man dieses Jahr eine Martinsgans zubereitet: Das Martinsgansessen ist immer ein köstlicher Festschmaus im Rahmen der Familie oder im Freundeskreis.

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Hier gibt's das Rezept.