Ab dem 1. Januar 2019 ist die betäubungslose Kastration laut Tierschutzgesetz verboten. Die großen Handelsketten wollen jedoch bereits ab 2017 aus der Kastration aussteigen. Dieser Ausstieg hat zur Folge, dass immer mehr Eberfleisch auf den Markt kommt.  Bereits im Jahr 2015 wurden von den drei größten deutschen Schweineschlachtbetrieben  Tönnies, Westfleisch und Vion 3,7 Millionen Jung-Eber geschlachtet. Diese Tiere fließen seitdem auf den deutschen und europäischen Markt. Zu erwarten ist in diesem Zusammenhang ein starker Preisanstieg sowie eine geringere Verfügbarkeit von weiblichen Schlachttieren.

Welche Probleme gehen mit dem Eberfleisch einher?

Beim Eberfleisch, also dem Fleisch von nicht kastrierten männlichen Schweinen, liegt eine mangelnde Verarbeitungs- und Fettqualität vor. Je nach Haltungsform kommen ein bis sechs Prozent geruchsauffällige Tiere hinzu, die am Schlachtband aussortiert werden müssen. Eberfleisch eignet sich zudem nur teilweise für die Herstellung der individuellen, regionalen Spezialitäten wie sie in handwerklichen Metzgereien, wie unserer, angeboten werden. Wir lehnen Eberfleisch deshalb ab. Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber dem Verbraucher ernst und verweisen auf die Gefahr, dass ein „Stinker“ durchrutscht. Diese liegt bei 0,5 bis ein Prozent und ist damit immer noch zu hoch.

Deshalb erhalten Sie von uns in Zukunft weiterhin nur erstklassiges Schweinefleisch, garantiert ohne das „stinkige“ Fleisch der Eber