Blog - Lammschinken

Bei unserer kulinarischen Rhönwanderung am 13. März geschah es. Der Schäfer Dietmar Weckbach aus Wüstensachsen und Gastronom Jürgen H. Krenzer aus Seiferts sprachen mich an. Beide hatten das selbe Problem. Eine enorme Nachfrage nach Lammschinken, aber keinen Lieferant, der Ihnen den Schinken in entsprechender Menge und Qualität herstellen konnte. Das trifft sich gut, dachte ich. Denn ich schlachte mittlerweile unheimlich viele Rhönschafe, habe jedoch teilweise das Problem alle Teile des Lamms entsprechend zu vermarkten. Keule und Rücken geht halt immer. Es gibt beim Lamm aber noch einen Hals und eine Schulter, die auch verkauft werden müssen. In Schlüchtern angekommen, machte ich mich sofort ans Werk, bzw. an den Schinken. Ich habe mit ein paar schöne Teilstücke vom Rhönschaf herausgesucht, zurechtgeschnitten und anschließend mit einer Mischung aus Meersalz, Kräutern und groben Gewürzen eingerieben. Nachdem die Schinken nun gut durchgesalzen sind, habe ich Sie zum Trocknen aufgehängt. Das kann noch ein paar Wochen dauern, denn die Lammschinken müssen richtig schön getrocknet sein, damit Ihre Qualität erlebbar wird. Es dauert also noch einige Wochen, bis die ersten Schinken verkaufsfertig sind. Aber weil Ostern ist, konnte ich es mir nicht verkneifen. Ich habe mir heute einen ersten kleinen Schinken in den Buchenholzrauch gehängt. Ich bin einfach zu gespannt, wie der Lammschinken schmeckt. Deshalb freue ich mich schon auf das Osterwochenende, wen es auf meinem Frühstücksbrot den ersten selbst hergestellten Lammschinken vom Rhönlamm gibt.

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